Kurzreisen in Deutschland liegen im Trend. In Zeiten steigender Benzinkosten entdecken viele Urlauber das eigene Land neu mit seiner Fülle an reizvollen Landschaften. Der "Naturpark Steigerwald" zwischen Main, Rhön und Fränkischer Schweiz gehört dazu und ist derzeit sogar bundesweit in den Medien präsent. Am Plan, seine weitgehend ursprünglichen Buchenwälder in einen Nationalpark zu verwandeln scheiden, sich die Geister. Eines aber ist unbestritten: ein Kleinod für Naturliebhaber, Wanderfreunde, Radler und Genießer der typisch fränkischen Spezialitäten ist der Steigerwald in jedem Fall und zu jeder Jahreszeit.
Vor allem die Feiertage bieten sich für einen Kurzurlaub an. Wer Ostern oder Pfingsten hier verbringt, kann sich an der üppigen Vegetation und Blütenpracht erfreuen. Ende März/Anfang April lockt das Gerolzhöfer Frühlingsfest Tausende von Besuchern in die Stadt mit dem Beinamen "Tor zum Steigerwald". Von dort aus erkundet man die Region entweder individuell oder bei geführten Wanderungen, per Rad, Bus oder Fahrt mit dem "Steigerwald-Express", der lokalen Kleinbahn. Den ganzen Sommer hindurch gibt es Gartenausstellungen und Rosenfeste. Im Herbst dreht sich dann alles um den Frankenwein. Heckenwirtschaften öffnen ihre Türen, und jeder Weinort feiert sein eigenes Winzerfest. Dorfmärkte und Kirchweihveranstaltungen bieten zusätzliche Attraktionen.
Warum nicht mal den Feiertag am 3. Oktober für ein verlängertes Wochenende oder eine Urlaubswoche nutzen? Krönender Abschluss und Höhepunkt ist dann am 10./11. Oktober 2008 das Gerolzhöfer Herbstfest mit Apfelmarkt in der historischen Altstadt. Doch auch der Steigerwald im Winter hat seinen Reiz, wenn die sanften Hügel wie mit Puderzucker überstreut scheinen. Dämmerschoppen, Adventsmärkte, Weihnachtsoratorien und Neujahrskonzerte finden statt. Hotels und Gastronomie bieten Pauschalarrangements und locken zum Jahreswechsel mit dem traditionellen Silvesterball.